Niedersächsischer Forschungsverbund Gestaltung altersgerechter Lebenswelten

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Sensorgestützte Aktivitätsbestimmung

Ziel dieses Szenarios ist eine möglichst umfassende, automatische und kontinuierliche Erfassung der Aktivitäten eines Bewohners in seiner Wohnung. Das zu entwickelnde System soll dazu unmerklich arbeiten, d. h. ohne explizite Interaktion mit dem Bewohner. Es ist jedoch nicht dazu gedacht, ältere oder behinderte Menschen zu "gläsernen Menschen" zu machen, sondern soll den Bewohner selbst vor gefährlichen Handlungen warnen (vergessenes Abschalten von Geräten) bzw. Angehörige, Pflegedienste und Ärzte dabei unterstützen, Unterstützungs- und Pflegemaßnahmen sowie medizinische Dienste in der gewohnten heimischen Umgebung bedarfsgerecht anzubieten (z. B. Hilfe beim Anziehen oder der Essenszubereitung, wenn diese Aktivitäten langsamer durchgeführt bzw. nicht mehr selbst bewältigt werden). Neben den rein technischen Aspekten zur Erfassung der Aktivitäten (Sensorauswahl, Sensordatenverarbeitung und -fusion, Klassifikation, Trendanalyse) sollen in dieser Aktivität auch Fragen der optimalen Präsentation der erfassten Daten gegenüber den verschiedenen Nutzergruppen und die Abbildung/Bewertung der erfassten Aktivitäten in verschiedenen Testverfahren (Bartel-Index, IADL) adressiert werden. Die Evaluation des Szenarios wird in den Laboren der TU Braunschweig und OFFIS erfolgen. Mit Hilfe von Probanden werden die technisch erfassbaren Aktivitäten, deren Trennbarkeit und Qualität der Erkennung ermittelt.

Die Arbeiten an diesem Szenario werden geleitet von Prof. Dr. Andreas Hein und Prof. Dr. Friedrich Michael Wahl.

Beteiligt sind die folgenden Partner: HörTech, OFFIS, TU-BS IBR, TU-BS iRP, TU-BS PLRI, Uni Oldenburg, Uni Osnabrück sowie ZAG.